Die Große Koalition macht Ernst: Das ändert sich in der Personalarbeit!

Die Bundesregierung treibt die Neuausrichtung des Arbeitsmarkts voran: Rentenpaket und Mindestlohn sind in trockenen Tüchern, auch zu Elternzeit und Elterngeld wird es neue Regelungen geben. Für viele weitere Personalthemen sind Vorschläge auf dem Tisch. Die schnelle, vorgezogene Entscheidung über den Mindestlohn im Bundesrat hat viele überrascht, und zeigt: Die Große Koalition will die Gunst der Stunde nutzen! Auf der Agenda stehen nicht weniger als die großen Fragen der Arbeitswelt, mit teilweise erheblichen Auswirkungen auf alle Arbeitgeber in Deutschland. Die Gespräche zwischen den beiden Volksparteien – und auch auf Arbeitsebene in Bundesarbeits-, Justiz- und Familienministerium – sind bereits weit fortgeschritten. Auf dieser Landingpage für alle Personaler halten wir Sie über die wichtigsten Änderungen im HR-Bereich auf dem Laufenden.

Neben den obligatorischen lohnsteuerlichen Änderungen zum Jahreswechsel 2014/2015 stehen in diesem Jahr auch wesentliche Änderungen im Bereich Arbeitsrecht (u.a. gesetzlicher Mindestlohn,  Elternzeit und Arbeitnehmerüberlassung) und bei der Sozialversicherung (einkommensabhängiger kassenindividueller Zusatzbeitrag, Übergangsregelung für geringfügige Beschäftigungen endet zum 31.12, Anpassungen/Änderungen im GKV-Meldeverfahren) an.

Wir machen Sie fit für alle Neuerungen, die bei der täglichen Arbeit in der Personalabteilung künftig relevant sein werden. Die wichtigsten Änderungen und Ihre Auswirkungen für Personaler haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Die wichtigsten Änderungen zum Thema Mindestlohn im Überblick

Die Abgeordneten im Deutschen Bundestag haben mit großer Mehrheit für den gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde gestimmt. Der Mindestlohn muss flächendeckend ab 1. Januar 2015 gezahlt werden, für einige Branchen gibt es Übergangsfristen. Insgesamt votierten 535 Abgeordnete für das von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) eingebrachte Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie, lediglich 5 Abgeordnete stimmten dagegen. Für betroffene Arbeitgeber birgt der Mindestlohn aber nicht einfach nur die Gefahr höherer Personalkosten. Auch der arbeitsrechtliche und organisatorische Aufwand in den Personalabteilungen kann erheblich sein. Ein Überblick.

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Die wichtigsten Änderungen zum Thema Elternzeit und Elterngeld im Überblick

Die Bundesregierung will junge Eltern finanziell besser stellen, und ihnen einen flexibleren Wiedereinstieg ins Berufsleben ermöglichen. Die beiden wichtigsten Bausteine in dieser Reform des bestehenden Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG) sind das sogenannte „Elterngeld Plus“ und die Neuerungen bei der Elternzeit. Beide Änderungen sollen im Juli 2015 in Kraft treten. Vor allem der kurzfristige, vorzeitige Rückkehranspruch von Arbeitnehmern in Kombination mit dem Wegfall der Zustimmungspflicht des Arbeitgebers wird erhebliche Auswirkungen auf die Personalplanung in Unternehmen haben. Welche Regelungen im Detail geplant sind, und wie Sie sich als Arbeitgeber vorbereiten sollten, lesen Sie auf dieser Seite.

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Die wichtigsten Änderungen zum Thema Kassenindividueller Zusatzbeitrag

Auf die Verantwortlichen der Entgeltabrechnung im Unternehmen kommt Arbeit zu: Der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung wird zum 1. Januar 2015 von 15,5 % auf 14,6 % abgesenkt. Arbeitnehmer und Arbeitgeber schultern diesen Beitrag jeweils zur Hälfte (7,3 %). Durch die Festschreibung des Arbeitgeberbeitrags auf 7,3 % wird verhindert, dass die Lohnzusatzkosten im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung weiter steigen. Der Krankenkassen-Sonderbeitrag von 0,9 %, den Arbeitnehmer bislang allein zahlen, fällt in der bisherigen Form weg.  An seine Stelle rückt der neue kassenindividuelle Zusatzbeitrag. Diesen müssen Arbeitgeber – auf Grundlage des am 11. Juli verabschiedeten GKV-Finanzstruktur- und Qualitäts-Weiterentwicklungsgesetzes (kurz GKV-FQWG) – ab dem Jahr 2015 einbehalten und an die Krankenkassen abführen.
Um dies zu gewährleisten, müssen sich die Verantwortlichen für die Entgeltabrechnung im Unternehmen auf Anpassungen beim Beitragsnachweis und im Meldeverfahren einstellen. Auf Grundlage des GKV-FQWG werden zahlreiche Abläufe im Melde-Dialogverfahren umgebaut. Vor allem ist aber auch davon auszugehen, dass die Mitarbeiter spätestens nach der ersten Abrechnung im neuen Jahr mit Fragen auf die Personalabteilung zukommen. Mehr zum Thema kassenindividueller Zusatzbeitrag und dem Umbau des GKV-Meldeverfahrens lesen Sie auf dieser Seite.

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